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Systemtechnik EN 62056-21, FNP - NZR VADEV
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Systemtechnik EN 62056-21, FNP

 

Normierungen für Datenübertragung von EVU-Zählern

Die Standardisierung der Elektrizitätszähler als solches ist weit vorangeschritten und hat einen hohen Detailierungsgrad erreicht. Im Gegensatz dazu unterliegen der Modemtechnik und den Produkten zur Datenübertragung keine umfassenden Normierungsvorschriften. Eingefahrene Standardisierung gibt es zumindest im Bereich der Datenübertragung.

Doch müssen die Protokolle der Kommunikations-geräte in die Leitstellensysteme als Treiber implementiert werden, bevor sie genutzt werden können. In VADEV® ist die Implementierung für die Übertragungsprotokoll IEC 61107 und FNP bereits vorhanden.

 

IEC 61107

Die IEC 61107-Norm beschreibt die lokale Abfrage von Messdaten aus einem Energiezähler. Sie ist eigentlich für die Vor-Ort-Ablesung entwickelt worden und hat keinerlei Spezifikation für eine Fernabfrage. So fehlen ihr verschiedene Festlegungen für Übertragungsverfahren, Rufnummern, Datenaustausch, Datensicherung etc. Dennoch sind Sie mit VADEV® in der Lage diese unterschiedlichen Kombinationen einzustellen und die Zähler auszulesen.

 

FNP

Das Fernwirknetzprotokoll FNP ergänzt die in der IEC 61107 fehlenden Strukturen der Kommunkationssteuerung und fügt eine Protokollsicherung hinzu. Allerdings definiert FNP keine Inhalte der Datenübertragung. Es müssen somit auch hier zusätzliche Definitionen in der Leitstelle hinterlegt sein.

 

Einsatzgebiete

Die oben beschriebene Systemtechnik wird hauptsächlich von Energieversorgern verwendet. Die eingesetzten Protokolle erlauben es, große Datenmengen strukturiert zu erfassen, dem Energiedaten-Informations-System (OBIS-Norm) zuzuordnen und für die weitere Verarbeitung bereitzustellen.

Hier einige typische Einsatzgebiete:

  • Leistungszähler mit Lastgangspeicher bei Elektrizitäts- und Gasversorgern
  • Einspeisezähler von regenerativen Erzeugungsanlagen

 

Leistungszähler mit Datenprotokoll

Funktionsprinzip

Die modernen Leistungszähler verfügen heute häufig über eine optische (D0) und eine leitungsgebundene Schnittstelle (Cl0). Über diese Schnittstelle werden die Zähler im entsprechenden Protokoll zum Senden ihrer Zählerdaten aufgefordert. Die Verbindung kann dabei über die Cl0-Schnittstelle per Modem aufgebaut werden oder über die D0-Schnittstelle mittels eines optischen Auslesekopfs.

 

Systemeigenschaften

Bei der Auslesung der Zähler werden die Zählerdaten im so genannten Rohdaten-Format gesendet. Im Leitstellenprogramm erfolgt die Interpretation der Daten und die Zuordnung der OBIS-Kennzahlen. Zur Sicherheit werden im VADEV®-System die Rohdaten zusätzlich abgespeichert.

 

System-Aufbau

Die Cl0-Schnittstelle wird über eine polarisierte Zweidraht-Leitung angeschlossen. Diese Verbindung wird auch 20 mA-Schnittstelle genannt und erlaubt es bis zu vier Zähler in Reihe anzuschließen. Für die richtige Zuordnung der Auslesebefehle erhalten die Zähler eine Geräteadresse, die bei der Auslesung abgefragt wird.

 

Hinweis zur 20 mA-Schnittstelle

Die Reichweite der 20 mA-Verbindung ist laut Norm nur wenige Meter. In der Praxis haben sich aber auch schon Leitungslängen von bis zu einem Kilometer stabil betreiben lassen.

 

Anwendungsbeispiel

Anwendungsbeispiel